Fuchsjagdwochenende 2026

Der Januar ist seit jeher Hauptmonat der sogenannten Fuchsranz, der Paarungszeit des Rotfuchses (lat. Vulpes vulpes). Da der Rotfuchs ein sogenannter Kulturfolger ist, wuchsen die Bestände dieser Tierart stark an, da sie von der menschlichen Zivilisation und ihren Auswirkungen auf die Natur größtenteils profitiert. Der Rotfuchs hat in Deutschland wenig bis keine natürlichen Feinde, eine Bestandsregulierung auf natürlichem Weg ist daher nicht möglich. Die Sichtung von Rotfüchsen in Siedlungsgebieten ist nur einer der Anzeiger dafür, dass regulierende Eingriffe sinnvoll sind. Ein weiterer Punkt der dafür spricht ist der Schutz von Bodenbrütern und Niederwild wie Junghasen und Jungkaninchen, die auf dem Speiseplan des Rotfuchses stehen.

Auf Grund dieser Gemengelage ist die Bejagung des Rotfuchses zur Ranzzeit ein wichtiger und sinnvoller Eingriff zur Regulierung der Fuchspopulation.

Wie jedes Jahr beteiligte sich auch dieses Jahr der Hegering Haspe (genauer die Revierpächter), sowie viele weitere Revierpächter in Hagen an einem gemeinsamen und zeitgleichen Ansitzwochenende, bei dem es auf den Rotfuchs gehen sollte.

Traditionell ist das gemeinsame Fuchswochenende eine Gelegenheit für die Jagenden, ohne direkte Revierjagdmöglichkeiten, jagdliche Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig die gesellschaftliche Aufgabe zur Hege (Sorge für das Wild) nachzukommen.

Ein paar Tage vor Vollmond, also guten Lichtverhältnissen und bei einer guten (trockenen) Witterung brachten die Jagenden 4 Füchse, 3 Wildschweine und 1 Reh zur Strecke. Bemerkenswert ist das weiterhin starke vorkommen von Schwarzwild. Die 3 Schweine wurden im selben Revier erlegt.

Wichtig in unseren Augen ist, dass im Sinne der Nachhaltigkeit und des Anstandes möglichst viele Teile des erlegten Wildes genutzt werden. Dabei wurden alle erlegten Füchse gestreift, sodass mit den gewonnenen Fuchsbälgen (Felle) Kleidung oder Ähnliches hergestellt werden kann. Das erlegte Schalenwild (Wildschweine und Reh) werden natürlich als Nahrungsmittel verwendet.

Das erfolgreiche Ansitzwochenende wurde wie jedes Jahr mit allen Beteiligten und den Familien beim gemeinsamen Frühstück im Café Halle beendet. Mit insgesamt über 40 Besuchern inklusive Kindern war das Frühstück gut besucht. Bei guter Stimmung und leckerem Essen wurde die eine oder andere Jagdgeschichte ausgetauscht und das gemeinsame Erlebnis gefeiert.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

Horrido, euer Team vom Hegering Haspe

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