Tierschutz vor Bauordnungsrecht

Liebe Freundinnen und Freunde,

an dieser Stelle möchten wir euch von den Problemen der Wildtierhilfe Münsterland berichten. Hier steht behördliche Engstirnigkeit dem gelebten Tierschutz gegenüber, doch von vorne.

Wie ihr im Videobeitrag unseres Hegeringmitglieds Markus Kecker “ Rehkitze verwaist im Revier“ sehen könnt, wurden zwei Kitze im Revier des Hegeringsvorsitzenden, Pierre Duckert, nach einer Rettungsaktion der zugehörigen Ricke von dieser verstoßen. Die Entscheidung die Kitze zu retten stand schnell fest (die Alternative die Tiere abzufangen ausgeschlossen, das kann niemand wollen) und so verbrachten die Reviermitglieder die beiden zur Wildtierauffangstation von Andrea, der Wildtierhilfe Münsterland.

Dort konnte eines der stark unterernährten Kitze gerettet werden und wird nun auf die Auswilderung vorbereitet.

Entgegen vieler Vorurteile bedeutet eine Handaufzucht nicht zwangsläufig das Ende eines Lebens in freier Wildbahn. Durch eine fachgerechte Betreuung mit möglichst geringem Menschenkontakt haben die Tiere gute Chancen, später wieder ausgewildert zu werden. Die Kitze verbringen fast ein Jahr in der Station und werden anschließend in Absprache mit den jeweiligen Revierinhabern in geeignete Lebensräume entlassen. Hier wird nach Möglichkeit jedes Tier ausgewildert.

Solche Einrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Wildtierschutz. Immer wieder finden dort nicht nur verwaiste Rehkitze, sondern auch andere hilfsbedürftige Wildtiere eine vorübergehende Heimat.

Eigentlich eine schöne Geschichte, über eine toughe Frau mit großer Liebe für das heimische Wild, wäre da nicht das Damoklesschwert, welches über Andrea (ihres Zeichens selbst Falknerin und Jägerin) und ihrem Lebenswerk hängt. Obwohl die Arbeit der Wildtierauffangstation von Veterinäramt, Jägerschaft und vielen Unterstützern ausdrücklich begrüßt wird, sieht sich die Betreiberin derzeit mit erheblichen behördlichen Auflagen konfrontiert. Der Fortbestand der Gehege und damit die Versorgung zahlreicher Wildtiere stehen auf dem Spiel.

Nach Auffassung des Bauamtes sind die Gehege, Volieren und sogar kleinere Überwinterungsmöglichkeiten für Igel im Außenbereich baurechtlich nicht zulässig. Die Folge wären der Rückbau der Anlagen und die Aufgabe der gesamten Station. Damit würden zahlreiche Wildtiere ihre Zuflucht verlieren.

Wir als Jägerinnen und Jäger verstehen uns selbst als aktive Naturschützer und Anwalt der Wildtiere, daher können und wollen wir diesen bürokratischen Wahnsinn nicht hinnehmen.

Darum bitten wir jeden sich an der Petition zum Erhalt der Wildtierauffangstation zu beteiligen: Petition · Stoppt den Abriss der Wildtierstation von Andrea Siegmund – Deutschland · Change.org

Des Weiteren bitten wir euch, wie auch das Revier von Pierre Duckert es getan hat, Andrea mit Spenden für Futter, Medikamente, Tierarzt etc. zu unterstützen. Spenden an die Wildtierhilfe Münsterland gUG: Adresse für Paypalspenden kaya-@t-online.de oder Überweisungen an: DE26 4015 4530 0030 0108 05 Verwendungszweck „Unterstützer Wildtierauffangstation“.Spenden bis 300 Euro können mit dem Überweisungsbeleg abgesetzt werden. Eine Bescheinigung über die Veranlagung schickt Euch Andrea von der Wildtierhilfe per Mail zu. E Mail Adresse in die Überweisung schreiben.

Vielen Dank!

Euer Team vom Hegering-Haspe

Hinterlasse einen Kommentar